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Fragen und Antworten zum Messstellenbetrieb

Haben Sie Fragen zum Messstellenbetriebsgesetz sowie zum Rollout digitaler Zähler?

Nachfolgend finden Sie Antworten zu den häufig gestellten Fragen. Zur leichteren Auffindung Ihrer Fragen & Antworten haben wir eine Gruppierung nach folgenden Themenbereiche vorgenommen:

Allgemeines

Ein intelligentes Messsystem (iMSys) besteht aus zwei Komponenten, welche den Sicherheitsvorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entsprechen.

• Messen: Moderne Messeinrichtung (mME)
• Datenübermittlung: Smart Meter Gateway

Eine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler, welcher den Stromverbrauch elektronisch erfasst. Er stellt damit die Basiskomponente der neuen Zählertechnik dar und löst den bisherigen Stromzähler ab. Durch Anbindung an ein Smart Meter Gateway kann die Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem erweitert werden.

Smart Meter Gateway bezeichnet die Kommunikationseinheit zur Datenübertragung eines intelligenten Messsystems. Durch Anbindung eines Smart Meter Gateways wird eine moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem.

Intelligente Messsysteme bilden die technische Basis für diverse Anwendungen in den Bereichen Netzbetrieb, Strommarkt, Energieeffizienz sowie Visualisierung und ermöglichen u.a.:

• Verbrauchstransparenz
• „Spartenbündelung“, das heißt gleichzeitige Ablesung und Messwertübertragung der Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme
• variable und zeitabhängige Energietarife
• Vermeidung von Vor-Ort-Ablesekosten
• Bereitstellung netzdienlicher Informationen dezentraler Erzeuger und flexibler Lasten
• Steuerung dezentraler Erzeuger und flexibler Lasten

Die Umstellung von konventionellen Energieträgern auf wetter- und saisonal abhängige dezentrale Erzeugungsanlagen fordert in Zukunft ein höheres Maß an Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme helfen die Datenverfügbarkeit und Steuerbarkeit zu realisieren. Somit ist der Wechsel der Zählertechnologie ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. Gesetzliche Grundlage bildet das Messstellenbetriebsgesetz.

Smart Metering ist ein international gebräuchlicher Begriff für das Messen mittels digitaler Messtechnik welche Messdaten verschickt und empfängt. In Deutschland erfüllt das intelligente Messsysteme die Definition eines Smart Meters.

Datenschutz & Datensicherheit

Intelligente Messsysteme erheben im Standard alle 15 Minuten den Stromverbrauch. Auf Wunsch können zusätzliche Messwerte erhoben werden. Bei intelligenten Messsystemen werden die erhobenen Messwerte über das Gateway übertragen. 
In der modernen Messeinrichtung wird ein Messwert pro Tag gespeichert. Zum Auslesen der erhobenen Messwerte ist weiterhin eine manuelle Ablesung vor Ort notwendig.
 

Als Grundvoraussetzung gilt immer die Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit. Das Messstellenbetriebsgesetz regelt nach strengen Vorgaben die Weitergabe von Daten ausschließlich an berechtigte Stellen. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Messdaten dürfen nur zur Erfüllung bestimmter, gesetzlich definierter Zwecke oder mit Einwilligung des Anschlussnutzers erfolgen.

Die Daten werden von dem verantwortlichen Betreiber der Messungen, dem sogenannten Messstellenbetreiber verwaltet.

Bei den erfassten Daten handelt es sich um zählerspezifische Daten. Die SWM verpflichten sich der Einhaltung an die hohen Ansprüche der Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und den entsprechenden Regelungen im Messstellenbetriebsgesetz.

Als kommunales Unternehmen ist es den SWM ein besonderes Anliegen, die Daten unserer Bürger zu schützen. Die gesetzliche Grundlage mit hohen Anforderungen bildet hierbei das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) prüft kontinuierlich Informationen von Herstellern und Anwendern über bekanntgewordene Sicherheitslücken.

Die kontinuierliche Fortentwicklung des Schutzprofils für intelligente Messsysteme gewährleistet auch in Zukunft ein hohes Sicherheitsniveau. Bereits im Einsatz befindliche intelligente Messsysteme werden fortlaufend aktualisiert.

Einbaufälle

Entsprechend dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) sind bestimmte Verbrauchs- und Erzeugergruppen verpflichtend auf intelligente Messsysteme umzurüsten. Kunden, welche vom gesetzlich vorgeschriebenen Umbau betroffen sind, werden als „gesetzlicher Pflichteinbaufall“ bezeichnet. Eine Möglichkeit für den Kunden den Einbau abzulehnen, besteht nicht.

Moderne Messeinrichtungen erhalten bis 2032:
• alle Verbrauchsanlagen
• alle Erzeugungszähler

Ein intelligentes Messsystem erhalten:
• Verpflichtend ab 2017: Verbraucher größer 10.000 kWh pro Jahr
• Verpflichtend ab 2017: dezentrale Erzeugungsanlagen nach dem EEG und dem KWKG mit einer installierten Leistung größer 7 kW
• Verpflichtend ab 2020: Verbraucher größer 6.000 kWh pro Jahr
• Optional ab 2020: Verbraucher kleiner 6.000 kWh pro Jahr und dezentrale Erzeugungsanlagen nach dem EEG und dem KWKG mit einer installierten Leistung kleiner 7 kW

Ja. Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist der Einbau verpflichtend.

Der Umbau auf modernen Messeinrichtungen startete im Herbst 2017. Bis zum Jahr 2032 werden alle Verbrauchsanlagen und Erzeugungszähler mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet. Der Messstellenbetreiber der SWM informiert die Kunden mindestens drei Monate vor Umbau auf digitale Zählertechnik schriftlich.

Seit Herbst 2017 bauen die SWM modernen Messeinrichtungen im eigenen Netzgebiet ein. In 2019 wird mit dem Einbau intelligenter Messsysteme begonnen. Die vollständige Umstellung aller Zähler erfolgt in einem Zeitfenster von 16 Jahren, also bis zum Jahr 2032. 

Ja, eine vorzeitige Umrüstung ist möglich. Sie können uns dafür unter folgenden Postfach kontaktieren: SmartMetering@swm.de

Nutzen

Darüber gibt es zum heutigen Stand keine tatsächlichen Erfahrungswerte. Allerdings ist laut einer von der Bundesregierung beauftragten Kosten-Nutzen-Analyse das Einsparpotenzial für die verschiedenen Verbrauchsgruppen unterschiedlich hoch. Die Ergebnisse dieser Studie bilden die Grundlage für die von der Bundesregierung festgelegten Messentgelte.

Das tatsächliche Einsparpotenzial hängt von unterschiedlichen, individuellen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem das Nutzungsverhalten der Letztverbraucher, das Alter und die Energieeffizienzklasse der elektrischen Geräte sowie deren Betriebszeit.

Ein wesentlicher Vorteil ist die hohe Transparenz des Energieverbrauchs aufgrund der Visualisierung der Verbrauchwerte. Durch diese ergeben sich Einsparpotenziale von Strom und Geld. Mit der Kommunikationsanbindung des Zählers sind keine Verbrauchsablesungen vor Ort mehr notwendig.

Kosten

Die Kosten für Zähler, Einbau, Betrieb und Wartung sind für die gesetzlichen Standardleistungen mit den Messentgelten abgedeckt.

Falls der Zählerschrank für den Einbau der neuen Technik umgebaut werden muss, trägt der Anschlussnehmer, also der Haus- oder Wohnungseigentümer, die Kosten.

Falls der Zählerschrank für den Einbau der neuen Technik umgebaut werden muss, trägt der Anschlussnehmer, also der Haus- oder Wohnungseigentümer, die Kosten.

Die Entgelte der SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG für den Messstellenbetrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ergeben sich aus dem aktuellen Preisblatt.
Zusatzleistungen nach § 35 Abs. 2 MsbG können separat bestellt und in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte sind ebenfalls diesem Preisblatt zu entnehmen. Das Preisblatt wird regelmäßig überprüft, aktualisiert und veröffentlicht. Sobald die SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG weitere Zusatzleistungen anbietet, werden diese in das Preisblatt aufgenommen.

Hier finden Sie alle Preise für den Messstellenbetrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen.

Preisblatt Messstellenbetrieb (PDF, 408 KB)

Sollte Sie einen sogenannten „all-inclusive“ Vertrag mit Ihrem Lieferanten abgeschlossen haben, obliegt es Ihrem Lieferanten wie und ich welcher Höhe er das Messentgelt an Sie weiterverrechnet. 

Messstellenbetrieb in München

Die SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG ist der Netzbetreiber der Stadtwerke München und zu 100 Prozent im Eigentum der Landeshauptstadt München. Unser Unternehmen trägt die Verantwortung für Planung, Errichtung, Betrieb und Wartung des Stromverteilungsnetzes sowie des grundzuständigen Messstellenbetriebs.

Den SWM ist es sehr wichtig, Kunden frühzeitig und umfassend über die anstehenden Veränderungen zu informieren, da eine offene und ehrliche Information und Kommunikation zum Leitbild des Unternehmens gehören.

Falls eine Messeinrichtung vom Umbau auf ein intelligentes Messsystem betroffen ist, informieren die SWM als Messstellenbetreiber den Kunden mindestens drei Monate vor Umbau.

Für die Umrüstung fallen im Regelfall keine Kosten an, da die Kosten für Zähler, Einbau, Betrieb und Wartung in den Messentgelten enthalten sind.

Im Einzelfall kann es vorkommen, dass aufgrund der Gegebenheiten vor Ort die Kundenanlage für die Aufnahme der neuen Messsysteme umgebaut werden muss. Für den Umbau ist der Eigentümer der Kundenanlage verantwortlich und muss hierfür auch die Kosten tragen.

Potenziell können von der neuen Zählertechnologie alle Kunden profitieren. Es werden Einsparpotenziale im Energiebereich identifiziert und neue Möglichkeiten für variable, zeitabhängige Tariflandschaften geboten. Weiter entfallen aufgrund der Fernauslesbarkeit bei intelligenten Messsystemen die Vor-Ort-Termine. Die Umrüstung auf intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen bildet die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Die Umstellung von konventionellen Energieträgern auf wetter- und saisonal abhängige dezentrale Erzeugungsanlagen fordert in Zukunft ein höheres Maß an Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Dieser Faktor wird voraussichtlich aber erst in einigen Jahren voll greifen.

Als kommunales Unternehmen ist es den SWM ein besonderes Anliegen die Daten unserer Bürger zu schützen. Nicht zuletzt deshalb verpflichten sich die SWM zur Einhaltung an die strengen Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes sowie des Messstellenbetriebsgesetzes.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) prüft permanent Informationen von Herstellern und Anwendern über bekanntgewordene Sicherheitslücken. Die kontinuierliche Fortentwicklung des Schutzprofils für intelligente Messsysteme gewährleistet auch in Zukunft ein hohes Sicherheitsniveau. Bereits im Einsatz befindliche intelligente Messsysteme werden fortlaufend aktualisiert.

Der Kunde hat keinerlei Verpflichtung, sich im Vorfeld um den Einbau der neuen Messeinrichtung zu kümmern. Die SWM gehen als verantwortlicher Messstellenbetreiber frühzeitig auf den Kunden zu und informieren Ihn ausführlich.

Nein. Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist der Einbau verpflichtend.

Der grundzuständige Messstellenbetreiber ist zuständig für Einbau, Wartung und Betrieb von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen, solange der Kunde sich nicht gezielt für ein anderes Unternehmen als Messstellenbetreiber entscheidet.

Die SWM als grundzuständiger Messstellenbetreiber informieren den Kunden mindestens drei Monate vor dem Umbau auf die digitale Messtechnik schriftlich. Zusätzlich findet der Kunde alle Informationen zum Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme auf der Internetseite www.swm-infrastruktur.de.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Thema Vertrags- und Datenmanagement für Messstellenbetreiber und Messdienstleister?

Tel: +49 89 2361-3510
Fax: +49 89 2361-2460