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Lastprofil Speicherheizung

Seit dem 01.01.2004 können Kundenanlagen mit elektrischer Speicherheizung im Netz der SWM Infrastruktur GmbH beliefert werden. Die Abwicklung basiert auf dem vom Verband der Netzbetreiber (VDN) und der Universität Cottbus erarbeiteten Verfahren der temperaturabhängigen Lastprognose. Das Lastprognoseverfahren ist prinzipiell im VDN-Praxisleitfaden "Lastprofile für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen" beschrieben.

Für die Abwicklung der Belieferung für das Netz der SWM Infrastruktur GmbH sind verschiedene spezifischen Informationen und Festlegungen zu beachten. So unterscheidet die SWM Infrastruktur GmbH bei der Versorgung von unterbrechbaren Verbrauchseinrichtungen die Kundengruppen

  • ohne Tagnachladung (gemeinsame Messung)
  • mit Tagnachladung (getrennte Messung)

Für jede Kundengruppe findet ein temperaturabhängiges Profil mit einer Kurvenschar in 1°-Schritten, getrennt nach den Tagestypen Werktag, Samstag und Sonntag, Anwendung. Die temperaturabhängigen Lastprofile stehen in der Excel-Tabelle Lastprofile für Speicherheizung zur Verfügung (Profilschar, UTILMD Feld 19a, S14 = getrennte Messung, S24 = gemeinsame Messung).

Lastprofil Speicherheizung (XLS, 269 KB)

Die maßgebliche Temperaturmessstelle ist die in der SWM Zentrale in 80992 München, Emmy-Noether-Straße 2. Die für die Bildung des Tagesmittels der Außentemperatur maßgeblichen Temperaturwerte dieser Messstelle sind über den Link aktuelle Temperatur, die Vergangenheitswerte der äquivalenten Tages-Mitteltemperatur ab dem Jahr 2004 sind über den Link historische Temperaturen zugänglich. Als Ersatzmessstelle für den Störungsfall finden die Temperaturmesswerte des Deutschen Wetterdienstes für München Stadt Verwendung.

Das Tagesmittel der Außentemperatur, Tm(d), errechnet sich entsprechend der Formel:

Tm(d) = 0,25 * T7:00 + 0,25 * T14:00 + 0,5 * T20:30

und einer kaufmännischen Rundung auf eine Nachkommastelle
(z. B. -1,34°C ⇒ -1,3°C)

Die äquivalente Tages-Mitteltemperatur ergibt sich als gewichteter Mittelwert des Tagesmittels der Außentemperatur des Liefertages (Tm(d)) und der drei Vortage gemäß der Formel

Tm,ä(d) = 0,5 * Tm(d) + 0,3 * Tm (d-1) + 0,15 * Tm (d-2) + 0,05 * Tm (d-3)

und einer mathematischen Abrundung auf ganze Grad Celsius (z. B. -1,34°C ⇒ -2°C). Diese äquivalente Tages-Mitteltemperatur ist maßgebend für das Ladeprogramm und der Schaltzeitpunkte der unterbrechbaren Verbrauchseinrichtungen im Zeitraum ab 21:00 Uhr des laufenden Tages (Tag der letzten Temperaturmessung um 20:30 Uhr) bis 21:00 Uhr des Folgetages.

Die Bezugstemperatur für die Speicherheizungsprofile ist bei der SWM Infrastruktur GmbH +19°C.

Die Begrenzungskonstante wird bei der SWM Infrastruktur GmbH bei den Profilen für Speicherheizungen auf null gesetzt.

Das Lastprofilverfahren kann für Kundenanlagen mit Speicherheizung mit gemeinsamer als auch mit getrennter Messung angewendet werden. Bei gemeinsamer Messung wird der NT-Arbeitswert zu 25% dem Allgemeinverbrauch und zu 75% dem Verbrauches der unterbrechbaren Verbrauchseinrichtung zugeordnet. Die Ladezeiten sind bei gemeinsamer Messung grundsätzlich dem NT zugeordnet. Bei gemeinsamer Messung kann die Lieferstelle nur durch einen Lieferanten beliefert werden.

Bei der Anmeldung einer Lieferstelle im UTILMD-/-Datenaustauschformat ist im Feld 16 = "Zählverfahren" die Kennzeichnung E14 (getrennte Messung) bzw. E24 (gemeinsame Messung) einzutragen.

Kundenanlagen mit getrennter Messung für Allgemein- und Heizungsverbrauch sind getrennt als zwei Lieferstellen anzumelden.

Der absolute Energiebedarf bezogen auf die vergangene Heizperiode bzw. der spezifische Energiebedarf (a-1) der Speicherheizungsanlage ist mit der Kundenanmeldung mitzuteilen. Der Netzbetreiber behält sich vor, bei unplausiblen Werten einen korrigierten Wert vorzuschlagen.