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Anmeldung einer Biomasse-, Wasserkraft-, Wind- oder Geothermieanlage

Um einen sicheren Netzbetrieb zu garantieren, müssen sich Biomasse-, Wasserkraft-, Wind- oder Geothermieanlagen (>100 kW) am Einspeisemanagement beteiligen. Fehlt zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme die Umsetzung des Einspeisemanagements, verringert sich die EEG-Vergütung der Anlage auf den Monatsmarktwert des energieträgerspezifischen Marktwerts von Strom.

Die Messkonzepte nach EEG sind entsprechend den VBEW „Auswahlblättern der Messkonzepte für Erzeugungsanlagen“ anzuwenden.

Die Zählerschränke sind entsprechend der TAB 2007 und den Vorgaben der SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG auszuführen.

Zur Festlegung des Netzverknüpfungspunktes und zur Erstellung des Netzanschlussvertrages benötigen wir folgende Formulare entsprechend der Tabelle.

Einzureichende Dokumente Musterbeispiele
  Checkliste Schritt 1 (PDF)
Anmeldung zum Anschluss an das Stromnetz  
Datenerfassung für Einspeiseanlagen (PDF) Muster Datenerfassung (PDF)

Die weiteren einzureichenden Unterlagen erhalten Sie von Ihrem Anlagenplaner bzw. Installationsunternehmen:

Konformitätsnachweis (Erzeugungseinheit)



 

Lageplan Muster Lageplan (PDF)
Datenblatt mit gemessenem Oberschwingungsspektrum (ab 100 kW Anlagenleistung) Muster Oberschwingungsspektrum (PDF)

Anhand dieser Unterlagen wird mittels einer Netzverträglichkeitsberechnung geprüft, ob das Verteilnetz die gewünschte Einspeiseleistung aufnehmen kann.

Der Anlagenbetreiber erhält dann ein Angebot über die Erstellung oder Änderung des Netzanschlusses entsprechend den Vorgaben des EEG. Dieses ist gleichzeitig die Bestätigung für die ausreichende Netzkapazität am Verknüpfungspunkt. Der Netzanschluss kann erstellt werden, wenn der unterschriebene Netzanschluss-/Netznutzungsvertrag bei der SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG eingegangen ist.

Installationsunternehmen die Inbetriebnahme zu beantragen. Für die Terminvergabe zur Inbetriebnahme ist eine Vorlaufzeit von ca. 10 Arbeitstagen einzuplanen.

Einzureichende Dokumente Musterbeispiele
  Checkliste Schritt 2 (PDF)

Antrag auf Inbetriebnahme

Hilfe zum Inbetriebnahmeportal

Inbetriebnahmeprotokoll Erzeugungsanlage (PDF)

Muster Inbetriebnahmeprotokoll (PDF)

Konformitätsnachweis (NA-Schutz)

Ergänzende Dokumente:

 

Projektschaltbild der Erzeugungsanlage
(erforderlich ab 30 kW)
Muster Projektschaltbild (PDF)

Bei Erzeugungsanlagen liegt entsprechend VDE-AR-N 4101 ein Dauerbetrieb vor. Deshalb sind Messeinrichtungen mit einer Vorsicherung größer 50 A als Wandlermessung (entsprechend TAB 2007) auszuführen. Des Weiteren ist ab einer Anlagenleistung von 100 kW eine Lastgangmessung erforderlich, um eine monatliche Abrechnung auf Basis der tatsächlichen Einspeisung zu realisieren.

Nach der aktuell gültigen Rechtslage darf die Messung von Energie nur durch fachlich geeignete Personen bzw. Unternehmen erfolgen. Für Messstellenbetrieb und Messung gelten die Bestimmungen der §§ 21b bis 21h des Energiewirtschaftsgesetzes und der auf Grund von § 21i des Energiewirtschaftsgesetzes erlassenen Rechtsverordnungen. Grundsätzlich ist ein kundeneigener Messstellenbetrieb nach Gesetzeslage bei KWK-Anlagen nicht mehr vorgesehen.

Sollten Sie uns keinen Messstellenbetreiber nennen, übernimmt die SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG als grundzuständiger Messstellenbetreiber automatisch den Messstellenbetrieb.

Verträge:
Die SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG nimmt die Vergütung nach EEG ohne Abschluss eines Einspeisvertrages vor.

Soll jedoch der gesamte erzeugte Strom, obwohl er anteilig in der Kundenanlage verbraucht wird, nach § 11 Absatz 2 EEG kaufmännisch-bilanziell in das öffentliche Netz weitergegeben und vergütet werden, ist der Abschluss einer dreiseitigen Vereinbarung zwischen Netzbetreiber, Anschlussnutzer und Anlagenbetreiber erforderlich. Bitte informieren Sie uns unter eeg-datenaustausch@swm-infrastruktur.de über Ihren Wunsch nach einem solchen Vertragsabschluss.

Biomasse:
Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Biomasseanlagen sind verpflichtet, dem Netzbetreiber jährlich ein Einsatzstofftagebuch über die in der Biomasseanlage eingesetzten Einsatzstoffe im Abrechnungszeitraum vorzulegen.

Zum Erhalt von Biomasse-Boni sind teilweise gesonderte Nachweise zu erbringen.

Wasserkraft:
Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Wasserkraftanlagen sind verpflichtet, dem Netzbetreiber eine Zulassung zur Wasserkraftnutzung durch die zuständige Behörde vorzulegen.

Für Neuanlagen ist eine Zulassung zur Wasserkraftnutzung erforderlich.

Für bestehende Anlagen, die vor dem 01.01.2009 in Betrieb genommen wurden und nach dem 31.12.2011 eine Leistungserhöhung erfahren haben oder mit einer technischen Einrichtung zum Einspeisemanagement nachgerüstet wurden, ist ebenfalls eine Zulassung zur Wasserkraftnutzung erforderlich.

Windkraft:
Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Windenergieanlagen setzen sich bitte rechtzeitig vor Auszahlung der ersten Vergütung zur Klärung der Nachweispflichten mit uns in Verbindung (Kontaktdaten siehe unten).

Geothermie:
Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Geothermieanlagen setzen sich bitte rechtzeitig vor Auszahlung der ersten Vergütung zur Klärung der Nachweispflichten mit uns in Verbindung (Kontaktdaten siehe unten).

Für alle oben genannten Energieträger gilt:
Aufgrund der Variantenvielfalt bei der Vergütungsabrechnung der oben genannten Anlagentypen bitten wir Sie, sich frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen (Kontakt: eeg.datenaustausch@swm.de).